Eine Welle internationaler Kritik und Solidarität ist über den Fall des iranischen Boxers und Trainers Mohammad Javad Vafaei Sani hereingebrochen. Als Wächter Über 20 Olympioniken, Weltklasseathleten und Menschenrechtsorganisationen haben sich zu einer öffentlichen Kampagne zusammengeschlossen, in der sie die iranischen Behörden auffordern, die Hinrichtung zu stoppen – eine Kampagne, die nun die Fähigkeit des Regimes, das Todesurteil zu vollstrecken, einzuschränken droht.
Wer ist Vafaei Sani?
Der 30-jährige Vafaei Sani aus Mashhad wurde im März 2020 nach den landesweiten Protesten von 2019 verhaftet. Ihm wird vorgeworfen, “Korruption auf der Erde verbreitet” zu haben.
Sein Prozess wurde weithin als willkürlich, politisch motiviert und zutiefst ungerecht kritisiert. Berichten zufolge musste Vafaei Sani jahrelang im Gefängnis ausharren – darunter lange Zeiträume in Einzelhaft und mutmaßliche Folter –, bevor das Todesurteil erstmals verhängt wurde. Obwohl das Urteil in der Berufung zweimal aufgehoben wurde, wurde die Todesstrafe in der jüngsten Entscheidung des Obersten Gerichtshofs des Iran Anfang Oktober 2025 wieder in Kraft gesetzt.
Internationale Kampagnen und Druck: Globale Aufmerksamkeit als Barriere nutzen
Im November 2025 unterzeichneten mehr als zwanzig Olympiamedaillengewinner, Trainer und internationale Sportpersönlichkeiten – darunter prominente Namen wie Martina Navratilova und Sharron Davies – einen offenen Brief, in dem sie die Entscheidung, das Todesurteil gegen Vafaei Sani aufrechtzuerhalten, verurteilten. Der Brief bezeichnet die geplante Hinrichtung als “direkten Angriff auf die Werte des Sports” und fordert ein sofortiges Eingreifen der Vereinten Nationen, internationaler Sportverbände und demokratischer Regierungen weltweit.
Menschenrechtsorganisationen haben sich dieser Forderung angeschlossen und die Hinrichtung als politische Strafe für die Ausübung der Meinungs- und Protestfreiheit bezeichnet. Die internationale Aufmerksamkeit – angeheizt durch Sportler, Medien, Zivilgesellschaft und Menschenrechtsverteidiger – wirkt nun wie eine Schutzbarriere: Sie erhöht die politischen und reputationsbezogenen Kosten für Behörden, die unter solcher Beobachtung eine Hinrichtung durchführen wollen, erheblich.
Weiterreichende Auswirkungen
- Eine Warnung an Sportler, Aktivisten und Andersdenkende: Die Hinrichtung eines weltweit anerkannten Sportlers aus angeblichen politischen Gründen würde eine abschreckende Botschaft an alle senden, die es wagen, zu protestieren oder Veränderungen zu fordern.
- Schnittstelle zwischen Sport und Menschenrechten: Sport wird weithin dafür gefeiert, dass er Einheit, Hoffnung und Würde fördert – die Hinrichtung eines Champions wegen seiner politischen Überzeugungen untergräbt diese universellen Werte.
- Präzedenzfall für künftige Repressionen: Wenn die Welt schweigt und das Urteil vollstreckt wird, könnte dies zu weiterer juristischer Grausamkeit und Unterdrückung von politischen Gefangenen und Aktivisten im Iran ermutigen. Die weltweite Mobilisierung könnte nun einen Präzedenzfall dafür schaffen, wie die internationale Gemeinschaft auf solche Missbräuche reagiert.
Was wir (und die internationale Gemeinschaft) tun müssen
Wir – die Welle-Organisation und Menschenrechtsverteidiger weltweit – fordern:
- Die Vereinten Nationen, internationale Sportverbände, demokratische Regierungen und zivilgesellschaftliche Organisationen müssen eine sofortige Aussetzung der Hinrichtung fordern und auf einem fairen Wiederaufnahmeverfahren gemäß internationalen Rechtsstandards bestehen.
- Die weltweiten Medien werden weiterhin über den Fall Vafaei Sani berichten, um sicherzustellen, dass der Druck nicht nachlässt.
Die wachsende weltweite Kampagne zur Verteidigung von Mohammad Javad Vafaei Sani ist ein starkes Signal: Die Welt schaut zu. Das Zusammenkommen von Sportikonen, Menschenrechtsaktivisten und internationalen Medien übt echten Druck auf das iranische Regime aus – und könnte dessen Fähigkeit, ungestraft zu handeln, einschränken. Nun könnte das Schicksal eines einzelnen Mannes darüber entscheiden, ob Gerechtigkeit und Menschenwürde über politische Unterdrückung siegen.