Eine Sonderuntersuchung und Kampagne des Vereins Welle
Christen im Iran, Insbesondere Konvertiten vom Islam sind einer systematischen Kampagne von Verhaftungen, Inhaftierungen und Unterdrückung ausgesetzt. Sie werden nicht wegen Verbrechen verfolgt, sondern weil sie ihren Glauben friedlich ausüben und ihr Grundrecht auf Religionsfreiheit.
Ein globales Menschenrechtsproblem
Die Verfolgung von Christen im Iran ist kein isoliertes religiöses Thema. Es ist Teil eines umfassenderen Musters von Menschenrechtsverletzungen die die Würde, die Glaubensfreiheit und die Rechtsstaatlichkeit untergraben.
Das iranische Recht und die Rechtspraxis kriminalisieren friedliche Bekundungen des Glaubens außerhalb staatlich genehmigter Rahmenbedingungen. Gerichte verhängen regelmäßig lange Haftstrafen gegen Personen allein aufgrund ihrer Religionsausübung oder ihrer Teilnahme an “Hauskirchen”. Internationale Menschenrechtsorganisationen, darunter die UN, haben ihre Besorgnis über diese willkürlichen Verhaftungen und die Praxis der Verhängung harter Strafen zum Ausdruck gebracht.
Dokumentierte Fälle – Dringend und laufend
Mehran Shamloui: Über 10 Jahre im Gefängnis wegen seines Glaubens
Mehran Shamloui, ein 37-jähriger Konvertit zum Christentum, wurde nach einer Razzia der Sicherheitskräfte in Teheran festgenommen. Nach langwierigen Verhören und erniedrigender Behandlung im Evin-Gefängnis wurde er wegen seiner religiösen Aktivitäten zu 10 Jahren und 8 Monaten Haft verurteilt. Er suchte kurzzeitig Zuflucht in der Türkei, wurde jedoch zwangsweise in den Iran zurückgebracht und sofort erneut festgenommen.
Drei Christen zu über 40 Jahren Haft verurteilt
Im März 2025 wurden drei christliche Konvertiten, Abbas Soori, Narges Nasri und Mehran Shamloui, zu insgesamt mehr als 40 Jahren Haft verurteilt. Sie wurden aufgrund weit gefasster Anklagen gegen die nationale Sicherheit verurteilt, die den christlichen Gottesdienst mit einer Bedrohung für den Staat gleichsetzen.
Gewaltsame Überstellungen und Verweigerung grundlegender Rechte
Mehrere christliche Gefangene, darunter Nasser Navard Gol-Tapeh, Joseph Shahbazian, Aida Najaflou und Amir-Ali Minaei, wurden zwangsweise zwischen Gefängnissen verlegt und erhielten keine medizinische Versorgung. Aida Najaflou leidet derzeit an einer Wirbelsäulenfraktur, ohne Zugang zu einer Behandlung zu haben – eine Praxis, die von Experten als eine Form der Folter verurteilt wird.
Was die internationale Gemeinschaft sagt
Die Vereinten Nationen und ihre Mitgliedstaaten haben wiederholt Alarm geschlagen:
- Resolution der Generalversammlung der Vereinten Nationen: Eine kürzlich verabschiedete Resolution verurteilte die Menschenrechtslage im Iran und hob dabei insbesondere die Einschränkungen der Religionsfreiheit hervor.
- Willkürliche Verhaftungen: In der Resolution wurde auf die verschärfte Diskriminierung und die strafrechtlichen Maßnahmen gegen religiöse Minderheiten hingewiesen.
- Internationale Verpflichtungen: UN-Experten fordern den Iran nachdrücklich auf, seinen Verpflichtungen gemäß dem Völkerrecht in Bezug auf Gedanken- und Gewissensfreiheit nachzukommen.
Welles Untersuchung und Fürsprache
Verein Welle dokumentiert diese Missbräuche sorgfältig und unabhängig. Unsere Arbeit konzentriert sich auf:
- Aufdeckung fortdauernder Verstöße gegen Religionsfreiheit im Iran.
- Die Stimmen von Gefangenen und ihren Familien verstärken.
- Mobilisierung internationalen Drucks für ihren Schutz und ihre Freilassung.
- Unterstützung gezielter humanitärer und rechtlicher Hilfe.
Setzen Sie heute ein Zeichen: So können Sie helfen
Christliche Gefangene im Iran sind derzeit in Gefahr. Jeder Tag, an dem nichts unternommen wird, bedeutet mehr Leid. Sie können sofort helfen:
- Spenden Sie, um die Menschenrechtsarbeit von Welle zu unterstützen: Ihr Beitrag ermöglicht Dokumentation, Interessenvertretung und internationales Engagement.
- Dieses Projekt teilen: Schweigen schützt Unterdrückung. Bewusstsein erzeugt Druck.
- Informieren Sie Ihre Vertreter: Internationale Rechenschaftspflicht ist wichtig.
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