Abū l-Qāsem Ferdowsi wurde um das Jahr 940 in der Region Tus geboren und starb wahrscheinlich um 1020.
Sein bedeutendstes Werk ist das Schahnameh, das «Buch der Könige». Das umfangreiche Epos erzählt von Herrschern, Helden, Mythen und Ereignissen der iranischen Vergangenheit und bewahrt zahlreiche Traditionen aus der vorislamischen Geschichte und Kultur des Iran.
Die Arbeit an diesem Werk erstreckte sich über mehrere Jahrzehnte. Das Schahnameh zählt zu den bedeutendsten Werken der persischen Literatur und spielte eine wichtige Rolle für die Entwicklung und den Erhalt der persischen Sprache und der literarischen Tradition.
Samad Behrangi: Ein Lehrer, der die Fackel der Freiheit trug
Samad Behrangi war ein iranischer Lehrer, Autor und Menschenrechtsaktivist. Ab 1957 unterrichtete er in den ärmsten Dörfern Aserbaidschans im Iran. Da er das staatliche Bildungssystem als unzureichend empfand, förderte er eigenständig kritisches Denken und Freiheitsliebe bei seinen Schülern.
Sein Meisterwerk „Der kleine schwarze Fisch“ wurde zum Symbol des Widerstands gegen die Diktatur des Schahs. Aufgrund seiner kritischen Schriften geriet Behrangi schnell ins Visier des Geheimdienstes des Schahs, der SAVAK, wurde verfolgt und erhielt ein Berufsverbot. Im August 1968 starb er unter ungeklärten Umständen im Fluss Aras – nur wenige Tage nach direkten Drohungen seitens des SAVAK.
Behrangis Mut erinnert uns daran, dass Bildung ein wirkungsvolles Mittel zur Freiheit ist.