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UN-Menschenrechtschef fordert sofortiges Ende der Repression im Iran

Genfer Mahnwache

Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, hat das brutale Vorgehen des Teheraner Regimes gegen Andersdenkende scharf verurteilt. Inmitten einer massiven Welle willkürlicher Verhaftungen und einer Welle von Hinrichtungen richtete der oberste UN-Menschenrechtsbeauftragte vom humanitären Zentrum Genf aus einen dringenden Appell.

Systematische Verstöße gegen das Völkerrecht

Die Menschenrechtslage im Iran verschlechtert sich vor dem Hintergrund eines größeren regionalen Konflikts rapide. Nach Angaben des UN-Menschenrechtsbüros (OHCHR) in Genf wurden seit Ende Februar mehr als 4.000 Personen unter dem Vorwand der “Gefährdung der nationalen Sicherheit” willkürlich festgenommen.”

Volker Türk Iran UN

Die Hochkommissar drückte seine tiefe Besorgnis über Berichte aus, wonach zahlreiche Gefangene tatsächlich verschwunden sind, ohne dass Informationen über ihren Verbleib oder ihr Wohlergehen vorliegen. Darüber hinaus verurteilte Türk die systematische Anwendung von Folter, erzwungenen Geständnissen im Fernsehen und Scheinhinrichtungen.
Besonders besorgniserregend für internationale Beobachter ist die Inhaftierung von Minderjährige denen nun die Todesstrafe droht. Der Bericht stellt fest, dass Angehörige ethnischer und religiöser Minderheiten in unverhältnismäßiger Weise von den staatlichen Behörden verfolgt werden.

Katastrophische Haftbedingungen und digitale Isolation

Abgesehen von willkürlichen gerichtlichen Praktiken, ist die Vereinte Nationen hat auf eine schwere humanitäre Krise im iranischen Gefängnissystem aufmerksam gemacht. Die Haftanstalten sind extrem überfüllt und es herrscht ein akuter Mangel an Lebensmitteln, sauberem Wasser, Hygieneartikeln und wichtigen Medikamenten. Außerdem wird den Gefangenen systematisch der Zugang zu notwendiger medizinischer Behandlung verweigert.

Gleichzeitig wurde die iranische Bevölkerung in einen Zustand der digitale Isolierung. Der Internetzugang im ganzen Land ist seit 61 aufeinanderfolgenden Tagen fast vollständig blockiert, was eine der längsten und schwerwiegendsten digitalen Stromsperren weltweit darstellt.

“Dadurch wird den Menschen im ganzen Land der Zugang zu lebenswichtigen Informationen verwehrt, unabhängige Stimmen werden zum Schweigen gebracht und enormer sozialer und wirtschaftlicher Schaden angerichtet.” Volker Türk betonte, dass der Stromausfall die ohnehin schon prekäre humanitäre Lage weiter destabilisiert und sofort beendet werden muss.

Genfer Mahnwache

Die andauernde Krise hat in der Schweiz direkte zivilgesellschaftliche Aktionen ausgelöst. Vor dem Hauptsitz der Vereinten Nationen in Genf haben Freiwillige der Welle und Menschenrechtsverteidiger eine kontinuierliche Mahnwachen am Platz der Nationen die Opfer staatlicher Gewalt zu ehren und die UN-Mitgliedstaaten zu entschlossenem diplomatischem Handeln aufzufordern.

Der Hohe Kommissar wies erneut darauf hin, dass die grundlegenden Menschenrechte - wie der Schutz vor willkürlicher Verhaftung und das Recht auf ein faires Verfahren - unveräußerlich sind und auch in Konfliktzeiten gewahrt werden müssen, und forderte Teheran auf:

  • Umsetzung einer sofortigen alle Ausführungen zu stoppen und ein offizielles Moratorium für die Todesstrafe einzuführen.
  • Alle Personen freilassen die aus politischen Gründen oder willkürlich inhaftiert worden sind.
  • Unverzüglich Wiederherstellung des uneingeschränkten Internetzugangs den freien Fluss von Informationen zu gewährleisten.
  • Gewährleistung transparenter, unabhängiger Gerichtsverfahren, die sich streng an internationale Rechtsnormen halten.

Dringender Appell
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