Volker Türk, der Hochkommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte, hat mit Nachdruck die sofortige Einstellung der Repressionen gegen friedliche Demonstranten im Iran gefordert. Türk wies auf den Ernst der Lage hin und betonte, dass die Verantwortlichen für das brutale Vorgehen gegen die iranische Bevölkerung nach internationalem Recht zur Rechenschaft gezogen werden müssen.
Ein dringender Aufruf zur Beendigung staatlicher Repressionen
In seiner Rede in Genf brachte Volker Türk sein tiefes Entsetzen über die Gewalt zum Ausdruck, die das klerikale Regime gegen seine eigenen Bürger ausübt. Das anhaltende harte Durchgreifen hat bereits zu Hunderten von Toten und Tausenden von willkürlichen Verhaftungen geführt.
Die Forderungen von Türk sind klar und nicht verhandelbar:
- Alle Gewalt beenden: Das Regime und seine Institutionen müssen unverzüglich alle Formen der Repression gegen friedliche Demonstranten einstellen.
- Wiederherstellung der Konnektivität: Der Zugang der iranischen Bevölkerung zum Internet muss vollständig wiederhergestellt werden, um Transparenz und Kommunikationsfreiheit zu gewährleisten.
- Recht auf Anhörung: Der Hohe Kommissar wies darauf hin, dass das iranische Volk ein Grundrecht darauf hat, dass seine Forderungen nach Veränderung gehört und nicht mit “brutaler Gewalt” unterdrückt werden.”
Verurteilung der Stigmatisierung von friedlichen Demonstranten
Eine besonders besorgniserregende Taktik des Regimes ist die Etikettierung von Aktivisten, um staatliche Gewalt zu rechtfertigen. Volker Türk hat dies direkt angesprochen und erklärt:
“Die Tötung friedlicher Demonstranten muss aufhören, und die Stigmatisierung von Demonstranten als ‘Terroristen’ zur Rechtfertigung von Gewalt gegen sie ist inakzeptabel.”
Indem die Behörden legitime Forderungen nach Reformen als “Terrorismus” abtun, versuchen sie, internationale Menschenrechtsstandards zu umgehen - ein Vorgehen, das die UNO ausdrücklich ablehnt.
Überlastete Krankenhäuser und die Gefahr von Schnellverfahren bei Hinrichtungen
Die menschlichen Kosten für diese Menschenrechtsverletzungen im Iran erreicht die Grenze der Belastbarkeit. Berichten zufolge sind mehrere Krankenhäuser derzeit mit der schieren Zahl der Opfer, darunter tragischerweise auch viele Kinder, überfordert.
Über die unmittelbare physische Gewalt hinaus wies der UN-Hochkommissar auf eine erschreckende Eskalation der gerichtlichen Unterdrückung hin. Es besteht große Besorgnis über den Plan des Regimes, festgenommene friedliche Demonstranten in “Schnellverfahren” zum Tode zu verurteilen.
Die Anwendung der Todesstrafe als Mittel, um politisch Andersdenkende zum Schweigen zu bringen, stellt eine schwerwiegende Verletzung des Rechts auf Leben dar und gibt der internationalen Gemeinschaft weiterhin Anlass zur Sorge.
Rechenschaftspflicht: eine Notwendigkeit für Gerechtigkeit
Abschließend betonte Volker Türk, dass Schweigen keine Option sei. Die internationale Gemeinschaft muss sicherstellen, dass die für diese brutale Gewaltanwendung verantwortlichen Beamten zur Rechenschaft gezogen werden.
Der Kampf für Würde und Menschenrechte im Iran ist kein isoliertes Ereignis, sondern ein Aufruf zur weltweiten Solidarität, um diejenigen zu schützen, die alles für die Freiheit riskieren.