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Dringend: 12 junge Häftlinge in Isfahan sind unmittelbar von der Hinrichtung bedroht

12 junge Häftlinge, denen unmittelbar die Hinrichtung droht

Berichten zufolge wurden 14 Häftlinge im Dastgerd-Gefängnis in Einzelhaft verlegt, was die ernsthafte Befürchtung aufkommen lässt, dass die Todesurteile gegen zwölf junge Demonstranten innerhalb weniger Tage vollstreckt werden könnten.

Laut Berichten, die am Samstag, dem 18. Juli 2026, veröffentlicht wurden, wurden vierzehn Häftlinge aus den allgemeinen Abteilungen von Zentralgefängnis von Isfahan, auch bekannt als Dastgerd-Gefängnis, in Einzelhaft.

Zwölf von ihnen sind Angeklagte in dem als “Alikhani-Platz”-Fall bekannten Verfahren. Ihre Todesurteile wurden zuvor vom Obersten Gerichtshof des Iran bestätigt und anschließend an die Abteilung für Strafvollzug des Revolutionsgerichts von Isfahan weitergeleitet. Zwei weitere Häftlinge sollen zeitgleich in Einzelhaft verlegt worden sein, wobei ihre Identität und ihr rechtlicher Status bislang noch nicht bestätigt wurden.

Mit dem Fall vertraute Quellen haben gewarnt, dass die Hinrichtungen der zwölf Häftlinge bereits in den kommenden Tagen stattfinden könnten. Die Verlegung in Einzelhaft wird häufig als mögliches Anzeichen dafür gewertet, dass die Vorbereitungen für die Hinrichtungen begonnen haben.

Die zwölf Gefangenen sind:

  • Alireza Sepahi, 24
  • Abolfazl Sepahi, 23
  • Ghaem Hosseini, 20
  • Gol-Mohammad Mohammadi, 23
  • Shervin Bagherian, 18
  • Erfan Esfandiari, 18
  • Amirhossein Safari, 27
  • Amirhossein Maleki, 19
  • Ali Dashti, 19
  • Abolfazl Ebrahimi, 18
  • Alireza Raeisi, 21
  • Amirhossein Ebrahimi Analoucheh, 19

Einige der Angeklagten waren zum Zeitpunkt der mutmaßlichen Taten noch Teenager. Shervin Bagherian soll erst 17 Jahre alt gewesen sein, als er nach dem Proteste im Januar 2026. Aktuellen Berichten zufolge ist er 18 Jahre alt.

Die iranischen Staatsmedien hatten zuvor Aufnahmen von Shervins Verhör und seinem angeblichen “Geständnis” ausgestrahlt. Menschenrechtsberichten zufolge wurde er starkem Druck ausgesetzt, zu einem Geständnis gezwungen und wiederholten Scheinhinrichtungen unterzogen, bei denen ihm unter anderem eine Schlinge um den Hals gelegt wurde, um ihn dazu zu zwingen, die Verantwortung für den Tod von Sicherheitskräften zu übernehmen.

Der Fall betrifft Proteste, die am 8. Januar 2026 in Isfahan stattfanden. Berichten zufolge wurden im Zusammenhang mit den Ereignissen mindestens 59 Personen festgenommen. Zwölf von ihnen wurden zum Tode verurteilt, während Dutzende weitere zu langen Haftstrafen verurteilt wurden.

Es wurden ernsthafte Bedenken hinsichtlich des Gerichtsverfahrens geäußert. Berichten zufolge wurde den Angeklagten der wirksame Zugang zu unabhängigen Rechtsanwälten verwehrt, die Verteidiger sahen sich Einschränkungen beim Zugang zu den Akten ausgesetzt, die Gerichtsverhandlungen fanden in kurzen Sitzungen statt, und mehrere Angeklagte berichteten von Folter und erzwungenen Geständnissen.

Als Reaktion auf die Verlegung haben Häftlinge in der Abteilung „Salamat 2“ des Dastgerd-Gefängnisses Berichten zufolge einen Hungerstreik begonnen, um ihre Solidarität mit den zum Tode Verurteilten zu bekunden und gegen die angedrohten Hinrichtungen zu protestieren.

Der Verein Welle fordert sofortige internationale Maßnahmen

Der Verein Welle setzt sich mit Nachdruck dafür ein, internationale Aufmerksamkeit auf diesen Fall zu lenken und diese Hinrichtungen zu verhindern.

Wir appellieren an die Vereinten Nationen, das Büro des Hoher Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte, die Schweizer Regierung, die Europäische Union und alle internationalen Menschenrechtsorganisationen, unverzüglich einzuschreiten und Folgendes zu fordern:

  • Die sofortige Aussetzung aller zwölf Hinrichtungen;
  • Die Rückkehr der Häftlinge aus der Einzelhaft;
  • Zugang zu unabhängigen Rechtsanwälten und deren Familien;
  • Eine unabhängige Untersuchung der Vorwürfe von Folter, Scheinhinrichtungen und erzwungenen Geständnissen;

Es gibt keine Zeit zu verlieren. Das Schweigen der internationalen Gemeinschaft könnte irreversible Folgen haben.

Das Leben von zwölf jungen Häftlingen ist unmittelbar in Gefahr. Ihre Stimmen müssen gehört werden, bevor es zu spät ist.

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