Gefängnisse: Die vergessenen Tötungsfelder
Während die internationale Gemeinschaft und die globalen Medien weiterhin auf Truppenbewegungen und die Rhetorik der regionalen Spannungen im Nahen Osten fixiert sind, tobt ein viel näherer und verheerenderer Krieg hinter den Mauern der iranischen Gefängnisse. Dies ist ein Krieg gegen die Jugend, gegen die Demonstranten und gegen ihre legitime Forderung nach Freiheit. Berichte aus dem Iran zeigen eine kritische Situation: Teile von Fashafuyeh-Gefängnis wurden beschädigt, so dass die Insassen keinen Strom und keine Lebensmittel hatten. Unter Belutschistan, In den letzten Jahren sind Gefangene in einen Hungerstreik getreten, weil sie gehungert haben. In Einrichtungen wie Gezel Hesar, Die Folter und die Vollstreckung von Urteilen haben sich in einem noch nie dagewesenen Tempo beschleunigt.
Wir glauben, dass die Aufdeckung dieser unmenschlichen Politik unerlässlich ist. Für das klerikale Regime ist die regionale Instabilität nicht nur eine politische Herausforderung; sie ist eine Taktischer Schutz. Im Schatten des Krieges und der nationalen Sicherheit hat die Justiz ihr tödlichstes Instrument mit erhöhter Geschwindigkeit eingesetzt: die Hinrichtung von politischen Gefangenen.
Die Geschichte lehrt uns, dass immer dann, wenn der Ruf nach Freiheit im Iran einen Höhepunkt erreicht, bequemerweise der “Ausnahmezustand” ausgerufen wird. Indem die Regierung die aktuelle Lage als “Kriegszustand” bezeichnet, setzt sie selbst die grundlegendsten Menschenrechte außer Kraft. Ein prominenter historischer Präzedenzfall ist das Massaker an über 30.000 politischen Gefangenen im Jahr 1988, das mit äußerster Brutalität durchgeführt wurde im Schatten der Nachrichten über den 8-jährigen iranisch-irakischen Krieg, während die weltweite Aufmerksamkeit auf das Ende des Konflikts gelenkt wurde.
Opfer im Schatten des Krieges: Namen, die wir nicht vergessen dürfen
Die Tragödie der letzten Wochen hat Namen und Gesichter, die wir nicht in der Stille verschwinden lassen dürfen. In der vergangenen Woche wurden 22 Gefangene abrupt in Einzelhaft verlegt und dabei körperlich angegriffen. Daraufhin wurde die Hinrichtungsmaschine angeworfen:
- Akbar Daneshvar: Bauingenieur; ausgeführt am vergangenen Montag.
- Mohammad Taghvi: Exekutiert letzten Montag.
- Pouya Ghobadi (33): B.S. in Electrical Engineering; ausgeführt am Dienstag.
- Babak Alipour: Ausgeführt am Dienstag.
- Amirhossein Hatami (18): Am Mittwoch hingerichtet; sein “Verbrechen” war die Teilnahme an Protesten.
- Matin, Amirhossein und Saleh: Drei Jugendliche aus der Dey-Aufstand die an den Galgen geschickt wurden. Saleh war ein 18-jähriger Ringer, dessen Leben und sportliche Träume der Unterdrückung zum Opfer fielen.
- Mujahed Korkur und Reza Rasaei: Deren Todesurteile wurden trotz breiter internationaler Proteste vollstreckt.
- Vahid Bani-Amerian (Diplomkaufmann) und Abolhassan Montazer (Techniker): Beide wurden kürzlich unter demselben “Kriegs”-Vorwand hingerichtet, ohne dass die Medien darüber berichteten.
Dringende Gefahr: Menschenleben hängen am seidenen Faden
Die Katastrophe besteht nicht nur aus denjenigen, die wir verloren haben, sondern auch aus denen, die derzeit im Schatten der Schlinge sitzen. Während die Öffentlichkeit mit den Nachrichten über die Raketen beschäftigt ist, bewegt sich die Tötungsmaschine auf neue Opfer zu.
Es bestehen große Bedenken hinsichtlich Ali Moezzi, ein altgedienter politischer Gefangener, und die anderen Gefangenen, die kürzlich in Einzelhaft verlegt wurden, in Gezel Hesar. Diese 22 Personen, die unter gewaltsamen Bedingungen umgesiedelt wurden, befinden sich in extremes Risiko von Vergeltungsexekutionen. Außerdem haben Aktivisten wie Sharifeh Mohammadi und Pakhshan Azizi noch immer zum Tode verurteilt. Obwohl es dem öffentlichen Druck gelang, die Hinrichtungen in den “Ekbatan” Die Erfahrung zeigt, dass im Schatten von Kriegsnachrichten jede Verurteilung im Schnellverfahren vollstreckt werden kann. Unser Schweigen in diesem Moment ist ein Todesurteil für sie.
Internationale Verurteilung: Das erwachte Gewissen der Welt
- Volker Türk (UN-Hochkommissar für Menschenrechte): “Die Menschenrechte sind ein Mittel, um turbulente Zeiten zu überstehen, und keine Waffe, die gegen das eigene Volk eingesetzt werden kann. Stoppen Sie sofort die Hinrichtungen”.”
- Mai Sato (UN-Sonderberichterstatterin): “Die Behörden nutzen das Chaos der militärischen Auseinandersetzung, um mit Demonstranten und politischen Gegnern abzurechnen.”
- Unabhängige UN-Experten: Sie bezeichnen diese jüngsten Hinrichtungen als “Außergerichtliche Tötungen” die darauf abzielen, die Öffentlichkeit in Angst und Schrecken zu versetzen.
Unsere Verantwortung
Unsere Rolle ist heute wichtiger denn je. Wir müssen:
- Den Stimmen der Gefangenen Gehör verschaffen und stellen Todesurteile in den sozialen Medien dar.
- Erhöhung internationaler Druck um globale Gremien zu zwingen, konkrete Maßnahmen gegen die Hinrichtungsmaschine zu ergreifen.
- Kampagnen und Proteste unterstützen um die Aufmerksamkeit der internationalen Presse auf sich zu ziehen.
Die Galgen im Iran sind kein Zeichen der Stärke, sondern ein Zeichen für ein Regime, das keine Logik besitzt und Angst vor dem eigenen Volk hat. Stehen Sie an der Seite des iranischen Volkes.